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Dream & Consider

3500 Besucher pro Woche im „Bij de Neut“

„Spielgeräte aufstellen, Türen öffnen… das kann jeder“

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„Bij de Neut“ hatte von Anfang an hohe Ansprüche: Hier, in Westerhoven, sollte die schönste Indoor-Spielanlage der Niederlande entstehen, aufgemacht im Stil eines italienischen Dorfes. Mit Pizzaofen, Eisladen, einem Fiat 500 und einem Kino. Betreiber Willem Neutkens wurde hierfür als „originellster Gastronom in Brabant“ ausgezeichnet.


Und in der Tat: „Bij de Neut“ ist einfach unvergleichlich. Man kommt sich vor wie auf einem ligurischen Dorfplatz mit einer gemütlichen Caféterrasse. Hinter den Fassaden der malerischen Häuser versteckt sich eine schöne Spielanlage mit Klettertürmen, Rutschen und einer Seilbahn. Weiter hinten lockt „das Meer“ mit einem überdachten Strand und einem riesigen Schiff, auf dem man endlos spielen kann.

Das Spielrestaurant ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Bei „Bij de Neut“ werden Pizza, Pasta und Pfannkuchen, Wein, Bier und ganze 70 Limonadensorten serviert. Hier arbeitet kein Sommelier, sondern ein Ranjalier. Ein altholländischer Süßwarenladen rundet das Konzept ab.

Überraschende neue Nutzung

Westerhoven liegt südlich von Eindhoven in der Nähe der Grenze zu Belgien. Das Dorf hat 2000 Einwohner, das Restaurant 500 Sitzplätze. An einem Tag sind sogar einmal 1300 Personen bei „Bij de Neut“ eingekehrt. „Westerhoven wurde von einer Autolawine regelrecht überrollt“, lacht Willem Neutkens. Jetzt bekommt das Restaurant auf einer Wiese an der anderen Straßenseite einen eigenen Parkplatz.

Die Geschichte von „Bij de Neut“ erinnert stark an ein nostalgisches Märchen. Den Namen hatte die Halle schon immer, denn hier betrieb Willems Großvater seit 1953 ein erfolgreiches Mofa- und Motorradgeschäft. Wenn man etwas suchte, das auch nur im Entferntesten mit Motoren zu tun hatte, war man beim „Neut“ genau richtig. Vor zwölf Jahren entschied sich Vater Neutkens, der das Geschäft inzwischen übernommen hatte, jedoch zu einem Umzug nach Veldhoven. Seitdem stand das Gebäude in Westerhoven leer. Der Eigentümer wusste nichts damit anzufangen, bis er Willem fragte, ob er nicht eine Idee hätte. „Eigentlich war ich als Gastronom voll eingespannt, aber ich habe es mir trotzdem durch den Kopf gehen lassen.“

Mediterrane Stimmung 

Eines Nachts – es war in Bédoin (Südfrankreich) - stellte sich Willem die Frage: „Wo sitzt man gerne? Wie und wo bekommt man dieses Urlaubsgefühl?“ Und schon sah er alles vor sich: Er sah das Mittelmeer. Er dachte an Italien. In seinem Kopf bildeten sich die Umrisse einer Indoor-Spielanlage heraus. Er durchschritt das Gebäude in Gedanken und plötzlich war ihm klar, was passieren musste. Er griff zum Handy und rief den Eigentümer an. Und seinen Geschäftspartner. Beide waren begeistert. Zusammen mit der Schwester des Eigentümers entwarf Willem die Innenausstattung. 

Die Spielgeräte sollten abgeschirmt werden. Man sollte nicht das Gefühl haben, mitten auf einem Spielplatz zu essen. Und auch Gäste ohne Kinder sollten sich wohlfühlen.

Willem Neutkens

Bewusste Entscheidung für ELI Play

Der Umbau dauerte anderthalb Jahre. Auf dem Dach liegen 250 Solarpaneele, die das Gebäude mit Energie versorgen. Auf einen Gasanschluss wurde verzichtet. Für die Toilettenspülung wird Regenwasser genutzt und eine Wärmepumpenheizung heizt das Gebäude, das somit CO2-neutral ist. Die Akustik ist übrigens ausgezeichnet. Kein Hall, kein schrilles Geschrei.

Jedes Detail passt. Dreisprachige Speisekarten, eigener Pizzateig, 32 bunte Triptrap-Stühle für die Kleinsten und für Kinder, die vor lauter Begeisterung in die Hose machen, ist immer eine neue Hose da. 

Die Entscheidung für Spielgeräte von ELI Play war eigentlich naheliegend. ELI Play ist der größte Hersteller von Indoor-Spielanlagen in Europa. Professionell und zuverlässig. Die Qualitätsnormen von ELI Play decken sich mit den unseren.
Limonaden, Pizza, Pasta und Pfnannkuchen ELI Play
Bei „Bij de Neut“ werden Pizza, Pasta und Pfannkuchen, Wein, Bier und ganze 70 Limonadensorten serviert. Anstelle eines Sommeliers gibt es hier einen eigenen Limonadenverkoster.

Der Strand von Westerhoven

Wenn ein Konzept so gut durchdacht ist wie bei „Bij de Neut“, verkauft es sich von selbst. Willem hat noch nie groß die Werbetrommel gerührt. Sogar die Eröffnung fand ohne Ankündigung statt. „Über Facebook haben wir anderthalb Jahre darauf hingearbeitet. Immer wieder gab es geheimnisvolle Posts von uns und schließlich hatten wir 2000 Follower. Als das Restaurant fertig war, haben wir einen Tag der offenen Tür veranstaltet, an dem alles kostenlos war. Seitdem ist das Ding ein Selbstläufer. Die Mundpropaganda tut ein Übriges. Alles, was wir angehen, machen wir mit penibelster Gründlichkeit. Hinter allem steckt eine Idee. Wenn Kinder hier ihren Geburtstag feiern, bekommt jeder einzelne kleine Gast eine Butterbrotdose oder einen Turnbeutel mit unserem Logo. An unserem Strandbereich haben wir monatelang gearbeitet, ohne dass die Besucher auch nur irgendetwas davon mitbekamen. Einen Tag vor Weihnachten haben wir eröffnet. Die Leute trauten ihren Augen nicht. Wahnsinn, dieser Augenblick. Auf einen Schlag hatten wir 150 Sitzplätze mehr und das Konzept unseres Restaurants war noch ausgefeilter, weil wir jetzt auch ein Spielgerät für Kinder bis zu sechs Jahren haben.

Ständige Weiterentwicklung

Für das Konzept wurde er als originellster Gastronom der Provinz Brabant ausgezeichnet. Landesweit erzielte er den dritten Platz. „Das ist natürlich schon eine Ehre.“ Wobei er eigentlich lieber gewonnen hätte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Überhaupt schüttelt Willem ein Gastronomiekonzept nach dem anderen aus dem Ärmel. Unter dem Namen „Willy's Nacho's“ fahren elf Foodtrucks durch die Niederlande und Belgien und in der Markthalle von Rotterdam gibt es einen Nachos-Stand. Willem und sein Partner denken außerdem ernsthaft darüber nach, noch ein „Bij de Neut“ zu eröffnen. Derzeit sieht man sich nach einem geeigneten Standort um. Ob es so weit kommen wird, ist noch unklar. Das einzig Sichere ist, „dass wir uns ständig auf der Suche nach Neuigkeiten sind und weiterhin verrückte Dinge entwickeln werden". Sagt Willem Neutkens, Gastronom und Betreiber der vielleicht schönsten Indoor-Spielanlage der Niederlande.


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